Am 29.06.2016 erhielt das Kepler Gymnasium die Auszeichnung “Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage.”

Schülerinnen und Schüler sammelten im vorletzten Schuljahr über 80% an Stimmen am Kepler Gymnasium und übernahmen damit die Verantwortung für das soziale Klima am Kepler für die Gegenwart und die Zukunft.

Diesem Projekt geht es um nachhaltige Projekte, Aktivitäten und Initiativen gegen jede Form der Diskriminierung, insbesondere Rassismus, und für Zivilcourage.

 

Für die Titelverleihung luden wir unseren Paten Rainer Höß, Enkel des Kommandanten von Ausschwitz, Rudolf Höß, ein.

Er erzählte uns anschaulich, kruzweilig und ergreifend seine Lebensgeschichte, wie er sich mit 15 Jahren von seinen Eltern lossagte, nachdem er erfahren hatte, dass sein Großvater das KZ Ausschwitz geleitet hatte, und seine Eltern ihm die Wahrheit verschwiegen haben.

Heute reist er um die Welt und besucht viele Schulen, in denen er Jugendlichen von sich erzählt, seine Erfahrungen mitteilt und sie aufruft, sich gegen Rassismus, Nationalismus, Antiseminitismus und jede Form von Diskriminierung einzusetzen.

 

 

1. Was ist Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage?

 

Es bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, das soziale Klima an ihrer Schule aktiv mitzugestalten, indem sie sich bewusst gegen jede Form von Diskriminierung, Mobbing und Gewalt wenden. Das Projekt „Schule ohne Rassismus” das größte Schulnetzwerk in Deutschland und ihm gehören über 2.000 Schulen an, die von rund einer Million SchülerInnen besucht werden (Stand: April 2016)

 

2. Wie wird man eine Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage?

 

Jede Schule kann den Titel erwerben, wenn sie folgende Voraussetzungen erfüllt: Mindestens 70 Prozent aller Menschen, die in einer Schule lernen und arbeiten (Schüler*innen, Lehrer*innen und technisches Personal) verpflichten sich mit ihrer Unterschrift, sich künftig gegen jede Form von Diskriminierung an ihrer Schule aktiv einzusetzen, bei Konflikten einzugreifen und regelmäßig Projekttage zum Thema durchzuführen.

 

3. Zu was verpflichtet sich eine Schule?

 

Wer sich zu den Zielen einer „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ bekennt, unterschreibt folgende Selbstverpflichtung:

 

1. Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe einer Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

 

2. Wenn an meiner Schule Gewalt geschieht, diskriminierende Äußerungen fallen oder diskriminierende Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.

 

3. Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.“

 

4. Was bedeutet der Titel genau?

 

Der Titel ist kein Preis und keine Auszeichnung für bereits geleistete Arbeit, sondern ist eine Selbstverpflichtung für die Gegenwart und die Zukunft. Eine Schule, die den Titel trägt, ist Teil eines Netzwerkes, das sagt: Wir übernehmen Verantwortung für das friedliche, respektvolle, tolerante soziale Klima an unserer Schule und in unserem Umfeld.

 

Lucas Perske

 

Ag „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ am Kepler

   

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