Zum besonderen Profil unserer Schule gehört die internationale Sprachförderklasse.

Geschichte:


Die Klasse wurde Ende der 80-er Jahre eingerichtet für Kinder von Aussiedlern, Flüchtlingen, Asylbewerbern, Gastarbeitern und für Gastschüler, die nicht genügend Deutschkenntnisse haben, um am Unterricht einer Regelklasse erfolgreich teilnehmen zu können. Heute nennen wir diese Zielgruppe, zu der immer häufiger Kinder aus binationalen Familien zählen, «Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund».
Aufgabe der Sprachförderklasse:

Die Aufgabe der Förderklasse ist es, die vorhandenen Grundkenntnisse der Schülerinnen in der deutschen Sprache so weiterzuentwickeln, dass eine erfolgreiche Schullaufbahn möglich wird.
Es soll festgestellt werden, wie diese Kinder am besten in das deutsche Schulsystem zu integrieren sind und eine entsprechende Schullaufbahnempfehlung (für Hauptschule, Realschule oder Gymnasium) erfolgen.


Aufnahme in die Sprachförderklasse:


Wir nehmen Schüler dann auf, wenn sie die lateinische Schrift beherrschen und je nach Alter Kenntnisse im Deutschen haben.
Ältere Schüler haben meist einen Intensivkurs Deutsch (z.B. an der Werk- und Sprachschule oder einem Sprachkurs) absolviert oder Grundkenntnisse im Heimatland und Selbststudium erworben.
Diese Schüler müssen, wenn sie das Abitur erfolgreich bewältigen wollen, ein höheres Sprachniveau haben. Hier empfiehlt sich das Niveau B2/ C1.
Die jüngeren Schüler erwerben diese Grundkenntnisse in der Regel in einer Vorbereitungsklasse einer GHS (Grund-und Hauptschule/ Werkrealschule) und kommen mit einer Empfehlung des GHS-Lehrers für die Förderklasse des Gymnasiums zu uns. Hier reicht in der Regel Niveau A2/B1.
Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Gemeinsamer_Europäischer_Referenzrahmen

Schüler ohne ausreichende Deutschkenntnisse können in der Regel nicht aufgenommen werden. In diesem Fall empfiehlt sich der Besuch einer anderen Vorbereitungsklasse/ eines Kurses, wo die Grundkenntnisse vermittelt werden.

Wir nehmen zu jedem Schuljahr Schüler auf, in Ausnahmefällen auch zu Zwischenterminen. Für die Aufnahme ist ein Aufnahmegespräch mit Schüler und Eltern (und anderen Betreuungspersonen und Dolmetschern) bei der Klassenlehrerin der Integrationsklasse erforderlich. Grundsätzlich nehmen wir erst einmal auf eine Warteliste auf. Wir haben nur eine begrenzte Anzahl von Plätzen. Die Entscheidung über die Aufnahme für das folgende Schuljahr (September) fällt jeweils erst Mitte Juli!


Unterrichtsangebot:


Es werden nicht alle Fächer angeboten. Die Förderklasse bietet den Schülern Intensivunterricht in Deutsch (9-10 Wochenstunden) außerdem Unterricht in Englisch, Mathematik, Biologie, Erdkunde, Geschichte. Bei den älteren Schülern kommt noch Basisunterricht in Gemeinschaftskunde, Physik und Chemie dazu (i.d.R. im zweiten Schulhalbjahr)

Die Schüler sollen vor allem auch dazu befähigt werden, nach dem Übergang in eine Regelklasse sich selbst weiterhelfen zu können und selbstständig ihre Sprachkompetenz zu verbessern. Selbstverantwortliches Lernen, Individualisierung und Differenzierung werden u.a. durch Kleingruppenarbeit und Freiarbeit erreicht.
Die Förderklasse ist altersgemischt (10 bis 19 Jahre)!


Fremdsprachen:


Grundsätzlich kann die Herkunftssprache als Pflichtfremdsprache angerechnet werden (jährliche Prüfung - Genehmigung muss beim RP beantragt werden).


Die Verweildauer


in der Förderklasse beträgt in der Regel ein Jahr, bei schnellen Lernfortschritten ein halbes Jahr.


Übergang:


Schrittweise wird eine Integration in die spätere Zielklasse (ZK) versucht, zunächst in Form von „Zielklassenstunden“ (meist in Stunden der FörderKlasse, die nicht planmäßig erteilt werden können, aber nicht vertreten werden) bzw. in „Zielklassenwochenwochen“.

In einer zweiten Stufe können einzelne Schüler die FK nur noch in bestimmten Fächern besuchen und verbringen die übrige Unterrichtszeit in der ZK.

Alle Schüler erhalten halbjährlich eine Bescheinigung über den Besuch der FK, aber keine Noten. Die Bescheinigung muss im Zeugnisheft aufbewahrt werden.
Die Förderklasse ist noch keine gymnasiale Klasse.
Eine Bildungsempfehlung der Klassenlehrerkonferenz steht am Abschluss der Förderklasse. Wird eine Gymnasialempfehlung ausgesprochen, so erfolgt diese in der Regel „auf Probe“. Die Probezeit beträgt zunächst ½ Jahr und kann ggf. um ein weiteres Halbjahr verlängert werden.


Nachbetreuung:


Die meisten Schüler sind nach Abschluss der internationalen Klasse in Deutsch und oft auch in Englisch noch nicht auf dem Stand ihrer Zielklassen.

Darum ist die Deutschnote im ersten Zeugnis der ZK grundsätzlich nicht versetzungsrelevant, in Englisch muss ein Aufholpensum gesetzt werden.

Die Kollegen der Zielklassen, insbesondere die Klassenlehrer, werden gebeten, sich der ausländischen Schüler verstärkt anzunehmen: Je nachdem, wie viele Jahre die Schüler schon in Deutschland zur Schule gegangen sind, „müssen unterschiedliche Anforderungen an diese Zielgruppe auch (noch) in der Regelklasse gestellt werden. Eine einheitliche Leistungsbeurteilung muss aber spätestens beim Schulabschluss erfolgen.“ (MKS - Deutsch als Zielsprache Reihe D, Heft 1, S.8)

M.Zschoche
(Klassenlehrerin der Integrationsklasse)

Sprechstundenzeiten erfragen Sie bitte über das Sekretariat.

Bitte bringen SIe dann das folgende Antragsformular (auf dem PC bearbeitbares pdf-Format) ausgefüllt und ausgedruckt mit.
Dazu müssen Sie das Formular erst herunterladen (download). Füllen Sie es dann mit dem "Acrobat Reader" auf Ihrem Rechner aus (Sie können den Acrobat Reader hier kostenlos herunter laden). Danach drucken Sie bitte das auf dem PC ausgefüllte Formular aus.

Bitte bringen Sie keine per Hand ausgefüllten Formulare mit, Sie erleichtern uns mit den Computer-Ausdrucken die Arbeit sehr! 

Link zum Antragsformular

 

 

 

 

   

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